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Ingenieure: Interview mit Filip Wozniak

Zusammenfassung der Tests in Arjeplog

Wie würden Sie den Ort der Tests bewerten? Ist die Firma IceMakers Ihrer Meinung nach ein gut vorbereiteter Ort für Dichtmitteltests?

Der Hauptvorteil der Tests im Norden von Schweden sind die typischen Temperaturen unter Null und die winterlichen Bedingungen auf den Straßen. Die Anwohner selbst (die von der Unterbringung der Ingenieure leben, die dort neue Lösungen für die Automobilindustrie testen) beklagten sich jedoch, dass die Temperaturen in diesem Jahr nicht so niedrig waren, wie sie es sich gewünscht hätten. Für solche Herausforderungen gibt es Unternehmen wie IceMakers, die ihren Kunden Klimakammern zur Verfügung stellen, die Temperaturen der getesteten Produkte bis zu -30°C ermöglichen. Die Größe der Klimakammern wird auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten – in die Größte von ihnen passt sogar ein LKW! Darüber hinaus hat uns IceMakers ein Büro und eine Autowerkstatt zur Verfügung gestellt, die unsere Erwartungen voll erfüllt haben.

Wie beurteilen Sie die Leistung unseres Produkts unter solch harten Bedingungen?

Unser Reifenreparaturset hat die Lagerung bei eisigen Temperaturen und auch die späteren Tests auf den verschneiten Straßen von Arjeplog problemlos gemeistert. Die Kompressoren, Dichtmittelflaschen und vor allem unsere revolutionäre, aus zwei Komponenten bestehende Dichtmittelflüssigkeit haben uns nicht enttäuscht. Insgesamt haben wir mehrere Dutzend Genehmigungstests nach verschiedenen Spezifikationen durchgeführt und jeder der Tests endete mit einem positiven Ergebnis – der Reifen war dicht.

Wie bewerten Sie das Testverfahren?

Wie bereits erwähnt, wurden die Tests gemäß den Anforderungen der Kunden durchgeführt, deren Spezifikationen sich in mehreren Details unterschieden (z. B. Lochdurchmesser, Einstichstelle, Antriebslänge usw.). Im Allgemeinen ist das Testverfahren jedoch ähnlich dem, das wir in unserer Firmenzentrale durchführen: Nachdem wir den Reifen direkt aus der Klimakammer montiert haben, machen wir eine Punktion, messen den Druckabfall, lassen die Luft vollständig aus dem Reifen ab und schließen dann unser Reifenreparaturset an, mit dem wir das Dichtmittel in den Reifen pumpen und den Reifen dann auf den richtigen Druck aufpumpen können. Der letzte Schritt ist die Durchführung einer Probefahrt, nach der wir die Wirksamkeit unseres Reifenreparatursets überprüfen.

Wie würden Sie die Reise selbst bewerten?

Aufgrund der positiven Ergebnisse unserer Tests ist die gesamte Reise als Erfolg zu werten. Es sollte jedoch bedacht werden, dass der erwartete Effekt aus harter Arbeit und Engagement nicht nur vor der Reise selbst sondern auch während ihrer Dauer bestand. Diese Reise hat gezeigt, das der Test selbst – in diesem Fall die Genehmigung – nur eine Formaltität ist, wenn sich jeder auf seine Aufgaben konzentriert und dadurch gute Ergebnisse erbringt.

Was hat Sie auf der Reise (positiv) überrascht (Produkte, Essen, Menschen, Ort, etc.)?

Viele der oben genannten Punkte waren für mich keine Überraschung, da ich bereits vor drei Jahren das Vergnügen hatte, an einer ähnlichen Art von Genehmigungstest für ein Produkt teilzunehmen welches derzeit in der Produktion eingesetzt wird (Reifenreparatursets für Daimler und Volvo). Was das Produkt betrifft, so erfüllte es die Anforderungen unserer Kunden – hier konnte es nicht überraschen. Zu den Neuheiten, die ich auf dieser Reise kennenlernen konnte, gehörte Pyttipanna (ein schwedischer Eintopf) – ich nenne es schwedisches Bigos (Resteessen) – weil die Schweden hierin alle übrig gebliebenen Lebensmittel der Woche verwenden. Meistens werden gewürfelte Fleischstücke (in Schweden meist Rentier oder Elch) und Gemüse (Kartoffeln, Rüben, Gurken) zu Pyttipanna hinzugefügt und ein Spiegelei wird obenauf gelegt. Es mag lächerlich klingen, aber erklären Sie einem Schweden mal dass der polnische Eintopf mit Sauerkraut und Pflaumen gemacht wird und er köstlich ist.

Was hat Sie an Schweden fasziniert? Es war ja nicht Ihr erstes Mal am Polarkreis. Können Sie diese und frühere Prüfungen miteinander vergleichen? Welche waren Ihrer Meinung nach schwieriger und warum?

Weite Teile dieses Landes sind mit Wäldern bedeckt und die Dörfer liegen so weit auseinander, dass man – abgesehen von den Hauptstraßen – eher einem Rentier als einem Menschen begegnet, so dass es für Naturliebhaber ein wahrer Genuss ist. Wir konnten die wunderschönen Landschaften beobachten, die hoffentlich auf den Bildern zu sehen sind, die während dieser Reise gemacht wurden. Frühere Wintertests waren ein Ereignis in einem viel kleineren Rahmen – die Schwierigkeit war, dass wir damals nur vermuten konnten, was sich bei einer solchen Reise als nützlich erweisen könnte. Jetzt waren wir mit diesem Wissen ausgestattet. In diesem Jahr wurde die Anzahl der Personen, Fahrzeuge, Prüflinge und der gesamten Ausrüstung, die an Wintertests beteiligt waren, um ein Vielfaches erhöht. Aus meiner Sicht waren die diesjährigen Tests definitiv schwieriger, aber das Wichtigste ist, dass wir trotz kleinerer Stolpersteine (z.B. nicht nachhaltige  Arbeitsbedingungen und atmosphärisch schlechte Bedingungen für die Hebebühnen) erfolgreich ein positives Genehmigungsergebnis erzielen konnten. Dies ist zu einem großen Teil den am gesamten Projekt beteiligten Personen zu verdanken – und ihnen möchte ich an dieser Stelle herzlich danken!

Welche Schlüsse haben Sie nach den Tests gezogen?

Man darf sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Trotz des zufriedenstellenden Ergebnisses können wir noch viele Elemente verbessern. Ich bin aber überzeugt, dass mit entsprechendem Einsatz die nächsten Wintertests für uns nur noch Formsache sind und wir uns von nichts überraschen lassen werden. Wir freuen uns auf die nächsten Herausforderungen. Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!

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