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Roksana Krzyżanowska
Roksana Krzyżanowska

ISO 14001? ISO 45001? Was hat es mit diesen Zertifikaten auf sich?  

Heute wird uns Roksana Krzyżanowska – Qualitätsmitarbeiterin – etwas über das Audit für Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsysteme erzählen, welches unser Unternehmen am 5.-6. Oktober erfolgreich bestanden hat. 

Julia Lukaszewska: Guten Morgen, Roksana. Beginnen wir damit, worum ging es bei der Prüfung?

Roksana Krzyzanowska: Guten Morgen! Es war das erste Überwachungsaudit bezüglich ISO 14001: 2015 und ISO 45001: 2018. Wir haben das Umweltmanagement-, Gesundheits- und Sicherheitssystem vor 3 Jahren bei uns eingeführt. Letztes Jahr haben wir uns erfolgreich rezertifiziert. Bei dem vorherigen Audit wurde geprüft, ob wir die geltenden Normen einhalten, und wir haben nicht aufgehört, uns weiterzuentwickeln.

J.L.: Bestimmt wissen die meisten von uns nicht viel über die Zertifikatsnummern – können Sie uns sagen, worauf sich diese Normen beziehen?

R.K.: Das erste Zertifikat – ISO 14001 – betrifft die Umweltnorm. Um dieses Zertifikat zu erhalten, muss das Unternehmen unter anderem alle Umweltauswirkungen identifizieren und Ziele und Maßnahmen zu deren Minimierung definieren. Bei Aircom erkennen wir den Umweltaspekt, setzen ein Ziel, um ihn zu minimieren, und wenn es erreicht ist, kümmern wir uns um das nächste. Auf diese Weise reduzieren wir schrittweise unsere negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Ein Beispiel: Bei der ursprünglichen Produktion und Verpackung von Reifendichtmitteln – die noch nicht optimiert war – hatten wir einen Abfall von 40-50 %. Wir haben diesen Parameter deutlich reduziert und im Moment liegt unsere Rate unter 1%. Wir haben diese Aufgabe bereits bewältigt, so dass wir die nächste in Angriff nehmen können. Diesmal sind wir von einer Reduzierung des Papierverbrauchs ausgegangen, indem wir die Anzahl der Ausdrucke verringert haben.

J.L.: Das ist wirklich ein großer Unterschied bei der Reduzierung der Abfallerzeugung. Was schreibt die ISO 45001 also vor?

R.K.: Sie ist die erste harmonisierte Norm der Welt, die die Grundsätze des Arbeitsschutzes umfassend beschreibt. Sie betrifft Aspekte, die mit der Sicherheit der Mitarbeiter und der Arbeitsorganisation zusammenhängen.

J.L.: Ist der Besitz dieser Zertifikate für ein Unternehmen wie Aircom obligatorisch?

R.K.: Keine rechtliche Verpflichtung. Dies ist jedoch eine der Anforderungen unserer Kunden, die sicher sein wollen, dass sie mit einem Unternehmen zusammenarbeiten, das sich um die Umwelt und die Mitarbeiter kümmert. Und unsere Partner haben immer höhere Anforderungen, weshalb wir ständig versuchen, unser Sicherheitssystem zu verbessern und zugänglicher und mitarbeiterfreundlicher zu machen. Wir möchten, dass sich jeder bewusst ist, dass wir diese Standards nicht nur auf dem Papier umgesetzt haben.

Es ist daher ein echtes Beispiel für die Mission von Aircom: Wir wollen unseren Partnern Produkte von höchster Qualität liefern, so dass die Marke Aircom ein Synonym für Zuverlässigkeit, Glaubwürdigkeit und Innovationsorientierung ist. Außerdem wollen wir ein zuverlässiger Geschäftspartner, Arbeitgeber und Teilnehmer am gesellschaftlichen Leben sein, wo immer wir unsere Produkte herstellen.

Roksana Krzyżanowska

J.L.: Es war nicht das erste Mal, dass der Prüfer unser Unternehmen auditiert hat. In Anbetracht dieser Tatsache würde ich Sie gerne fragen, ob er im Laufe der Zeit deutliche Veränderungen bei uns festgestellt hat?

R.K.: Ja, der Prüfer auditiert unser Unternehmen seit 2017 und er war beeindruckt von den Fortschritten, die wir sowohl in Bezug auf die Sicherheit als auch auf die Umwelt gemacht haben. Aircom entwickelt sich intensiv, eine unserer Verpflichtungen ist der Prozess der kontinuierlichen Verbesserung, den wir ständig durchführen. In Sachen Gesundheit und Sicherheit fielen dem Auditor die neuen Umkleideräume und Toiletten auf, aber am meisten gefielen ihm die neuen Produktionslinien. An den einzelnen Stationen, direkt bei den Linien, haben wir zusätzlich zu den Anweisungen auf Papier auch ein Video, das die Arbeit an einer bestimmten Position zeigt. Außerdem hat das Anleitungsvideo Untertitel sowohl in Polnisch als auch in Ukrainisch, was es für alle Mitarbeiter verständlich macht. Wir haben auch alle Dokumente, die von den Mitarbeitern ausgefüllt werden müssen, in die digitale Version übertragen.

Der Prüfer war auch von der Tatsache beeindruckt, dass wir in unserer Branche in Europa führend sind, aber auch eine Expansion auf dem asiatischen Markt planen. Es wurde auch gewürdigt, dass unser Unternehmen trotz der Pandemie weiterhin im 3-Schicht-System und an Samstagen arbeitet, weil wir immer noch sehr große Aufträge haben.

Wir sind auch froh, dass wir seit 447 Tagen keinen Arbeitsunfall im Unternehmen hatten.

J.L.: Wie wir sehen können, wird die Entwicklung von Aircom auch von Außenstehenden deutlich wahrgenommen. Wie sahen die Vorbereitungen für das Audit aus?

R.K.: Zusammen mit Anna Malecka (Qualitätsmitarbeiterin), die alle Fragen im Zusammenhang mit dem Arbeitsschutz übernommen hat, mussten wir eine Dokumentation erstellen, die sich direkt aus der Norm ergibt. Ich bereitete unter anderem eine Liste der wesentlichen Umweltaspekte, Programme für Umweltzwecke, Indikatoren, die wir überwachen und wie wir es tun, vor. Ich bin sehr froh, dass wir uns dieses Jahr mit Ania auf das Audit vorbereiten konnten. Wir arbeiten in einer Abteilung, daher ist es für uns einfacher, etwas zu etablieren und unsere Arbeit zu teilen. Ania kennt die Anforderungen beider Normen sehr gut, so dass es keine Probleme mit der Vorbereitung der Nachweise gab, die belegen, dass wir sie erfüllen. Ihr systematischer Ansatz war sehr nützlich. Ania weiß, welche Dokumentationen erforderlich ist oder wie man mit Abweichungen umgeht.

Einer der Faktoren, die wir geändert haben und die sich auch positiv auf das Auditergebnis auswirkten, war die Änderung bei der Überwachung der Chemikalien. Ania hat ein neues, besser lesbares und übersichtliches Formular erstellt, in dem die Chemikalien in einzelne Gruppen eingeteilt sind. Jeder der Abteilungsleiter wurde darin geschult, wie er es ausfüllt und eine solche Erklärung für seine Abteilung erstellen kann.

J.L.: Sie müssen viel Zeit und Energie in die Vorbereitung gesteckt haben. Worauf waren Sie während dieses Prozesses am meisten stolz?

R.K.: Persönlich habe ich mich am meisten über das Engagement des gesamten Unternehmens gefreut. Nachdem ich eine E-Mail über das bevorstehende Audit verschickt hatte, baten die Mitarbeiter selbst um zusätzliche Informationen oder Anweisungen, was oder wie sie sich vorbereiten sollten. Auch das große Engagement der Einkaufsabteilung ist zu würdigen. Es wurde ein neues Formular für die Bestellung von Chemikalien erstellt, und die Kollegen aus der Einkaufsabteilung achten konsequent auf die Einhaltung des eingeführten Verfahrens. Das erleichtert uns die Überwachung des Chemikalienflusses. Sehr hilfreich war auch das Engagement von Ania, wie ich bereits erwähnt habe.

J.L.: Was hat uns dieses Audit denn gebracht?

R.K.: Erstens haben wir das Audit ohne Unstimmigkeiten, mit nur einem Verbesserungspotenzial positiv bestanden. Wir entwickeln und produzieren ständig mehr und mehr. Damit verbunden ist eine steigende Menge an chemischen Verpackungen, wie zum Beispiel kontaminierten Handschuhen oder Absorptionsmitteln. Nach polnischem Recht darf jährlich 1 Tonne Sondermüll zurückgegeben werden und wir nähern uns bereits dieser Grenze. Wenn wir die Produktion im nächsten Jahr noch weiter steigern, müssen wir wahrscheinlich eine Genehmigung für die Erzeugung von Sondermüll beantragen.

J.L.: Hat das Audit während der Pandemie anders ausgesehen als vorher?

R.K.: Eindeutig ja. Um alle Sicherheitsregeln einzuhalten, hatten wir Schutzmasken an und hielten uns an den Sicherheitsabstand (Social Distancing). Gespräche mit dem Auditor wurden auf ein Minimum reduziert – der Auditor überprüfte nur die Anforderungen der beiden ISO-Normen. Es gab keine lockeren, zwanglosen Gespräche zwischen den Auditbeteiligten und man konnte auch nicht mehr zeigen wie das sonst immer der Fall war. Infolgedessen war es ein wenig unbefriedigend.

J.L.: Was sind die nächsten Pläne im Bereich Umweltentwicklung und Arbeitsschutz?

R.K.: Ich habe ein paar Ideen, die ich in Bezug auf die Visualisierung dessen, was wir tun, gerne umsetzen würde. Innerhalb des Unternehmens wollen wir mehr über unsere Aktivitäten informieren, die auf den Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung basieren und dass wir uns für die Umwelt einsetzen. Es gibt bereits einige Fortschritte, denn dank der Zusammenarbeit mit der Marketingabteilung konnten Schilder für das Wassersparen, die Reinigung in der Küche, die Minimierung von Ausdrucken oder neue, besser lesbare Anleitungen erstellt werden. In naher Zukunft möchte ich auch Daten zum Strom-, Wasser- und Energieverbrauch ausweisen.

J.L.: Nennen Sie uns einige Beispiele?

R.K.: Das kann zum Beispiel ein hervorstehendes, ungesichertes Kabel oder eine schlechte, gefährliche Anordnung von Elementen im Raum sein. Zum Beispiel stellte eine Öffnung der Türe in einem Korridor eine potenzielle Bedrohung dar. Zurzeit werden die Umkleideräume und Toiletten für die Produktionsmitarbeiter renoviert, aber vor deren Baubeginn wurde der Bereich der Türflügelöffnung auf den Boden gemalt. So können Sie den Korridor entlang gehen und werden auf die potenziell gefährliche Situation aufmerksam gemacht. Nach der Renovierung werden wir definitiv auf diese Lösung wieder zurückkommen. Je mehr Mitarbeiter über solche Situationen sprechen, desto besser können wir uns um ihre Sicherheit kümmern. Nach der Heinrich-Pyramide kommen auf jeden tödlichen Unfall ein Vielfaches an leichten Unfällen, denen mehrere hundert Beinaheunfälle gegenüberstehen. Das bedeutet, dass man durch die Beseitigung von gefährlichen Ereignissen die nicht zu einer Verletzung geführt haben, die Anzahl der Unfälle, die bereits zu einer Verletzung führen, tatsächlich reduzieren kann.

J.L.: Welche Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsziele wurden für dieses Jahr gesetzt?

R.K.: 2020 haben wir uns 3 Hauptziele zum Umweltschutz gesetzt: Minimierung von Kunststoffabfällen, Reduzierung der Ausdrucke und Überwachung gefährlicher Abfälle, um die 1 Tonnen-Grenze nicht zu überschreiten. In Bezug auf Gesundheit und Sicherheit möchten wir, wie bereits erwähnt, die Beteiligung und Einbeziehung der Mitarbeiter in Fragen der Gesundheit und Sicherheit erhöhen.

J.L.: Ich denke, dass alle Mitarbeiter sich nach Kräften bemühen werden um zur Erreichung dieser Ziele beizutragen. Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Abschluss des Audits und vielen Dank für das Gespräch.

R.K.: Vielen Dank!

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